Mein Ansatz

Moderne Unternehmen sind ein besonderer Typ komplexer sozialer Systeme, die auf die Lösung von Problemstellungen ihrer Kunden sowie auf die Sicherung der eigenen Ertragskraft spezialisiert sind. Wie alle Organisationen haben sie ihre eigene Funktionslogik und prägen im Laufe ihrer Existenz spezifische soziale Muster aus – Kommunikationsstrukturen, Denkweisen, Spielregeln, Entscheidungsroutinen – die ihr Verhalten und das ihrer Mitglieder maßgeblich bestimmen und sie von ihrer Umwelt abgrenzen.

Will sich eine Organisation erfolgreich verändern, muss diese gewachsene Eigendynamik berücksichtigt werden. Klassische Steuerungsansätze, die den „Umbau“ einer Organisation allein entlang von Experten-Masterplan und zweckrationalen Input-Output-Modellen suggerieren, scheitern, weil sie die soziale Komplexität ihres Vorhabens unterschätzen. Aber auch personal-psychologische Modelle werden mit ihrer Fixierung auf die einzelnen Personen den Funktionslogiken sozialer Systeme nicht gerecht.

Aus systemtheoretischer Sicht hingegen können Veränderungen in Organisationen dann gelingen, wenn sie mit der Eigendynamik und Eigenlogik von Organisationen rechnen, statt von vollständiger Steuerbarkeit auszugehen. Die Kunst besteht nicht im masterplanmäßigen Kontrollieren, sondern darin, die einzelnen Veränderungsschritte immer wieder zum Gegenstand von Kommunikation und Reflexion zu machen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in den jeweils nächsten Schritt einfließen zu lassen.

Um eine Organisation und die für sie tätigen Menschen wirklich zu bewegen, dürfen sich diese Veränderungsschritte nicht allein auf Zahlen, Geschäftsprozesse und ein neues Organigramm konzentrieren. Ohne Thematisierung und Wandlung der sozialen Muster wird sich der Wandel nicht verankern lassen.


 
 
 
 

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